Sportfreunde Gechingen 1921 e.V.

Hauptverein

  • Der Verein wurde am 23. April 1921 als Spielervereinigung Gechingen im Gasthaus Rössle gegründet. Gründungsmitglieder waren u. a. Karl und Wilhelm Dürr, Frieder Wagner, Eugen und Erwin Jauch, Richard Vetter, Karl Dingler, Otto Schneider, Paul Gehring, Herrmann Schmohl, Emil Lutz, Karl Breitling, Karl Schmid, Gotthilf Gehring, Ludwig Böttinger. Das Startkapital betrug 10 Reichsmark, mit denen der erste Lederball in Ditzingen gekauft wurde.
    1. Vorsitzender wurde Paul Gehring, Stellvertreter Adolf Lutz.
    Die Vereinsfarben sind seitdem "schwarz-weiß"
  • Gespielt wird zunächst auf einer nahe gelegenen Wiese, bis die Gemeinde 1923 ein Gelände auf dem "Vorderen Berg" zur Verfügung stellt, der in Eigenleistung mit Pickel und Schaufel zu einem Sportplatz hergerichtet wird. Da der Fußballsport noch in den Anfängen steckte und es daher noch zu wenige Mannschaften für reguläre Rundenwettkämpfe gab, mußte man sich mit Freundschaftsspielen begnügen. Die ersten bekannten Erfolge wurden gegen Mönchberg, Altburg und Althengstett errungen.
  • Die 30er Jahre waren nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich schwierig, was eine ständige Finanznot bedingte. Zur Besserung der knappen Kasse begann man damals mit der Aufführung von Theaterspielen, die bis in die heutige Zeit reichen sollten.
  • 1932 wurde das erste offizielle Punktspiel der gemischten Klasse (Raum Calw, Böblingen, Leonberg) durchgeführt.
  • 1939 wird erstmalig eine Jugendmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet. Als Jugendleiter wird Ernst Eßig gewählt. Von jetzt an werden regelmäßig donnerstags im "Rössle" Spielerversammlungen abgehalten.
  • Das "Rössle" war seit 1921 zum Vereinslokal geworden. Hier traf man sich vor dem Heimspiel und marschierte gemeinsam im Dress zum "Vorderen Berg". Nach dem Spiel kam man ins Rössle zurück und konnte sich Schlauchduschen, manchmal sogar warm
  • 1. März 1942, der 2. Weltkrieg hat die Reihen der Vereinskameraden stark dezimiert. Es lässt sich keine Mannschaft mehr bilden und so muss der damalige Kassier Heinrich Gehring am 1. März 1942 den Verein auflösen.
  • 1946 kurz nach Kriegsende, finden sich die ersten Beherzten wieder zusammen und wagen den Neuanfang. Zunächst inoffiziell, da die französische Militärregierung jegliche Vereinsaktivitäten verboten hat. Die Normalität ist aber nicht aufzuhalten und so kommt es 1947 zur offiziellen Zulassung, bei der Fritz Rex, zum Vorsitzenden gewählt wird.
  • 1949 muss auf Besatzungsanordnung hin der alte Vereinsname gelöscht werden und es entstehen die Sportfreunde Gechingen 1921 e.V.
  • 1951 bis 1954 beschäftigen sich die Vorstände mit der Frage nach dem Bau eines neuen Sportplatzes in ortsnaher Lage. Rudi Gräber, der 1954 den Vereinsvorsitz übernimmt, gelingt es endlich einige erworbene Grundstücke bei der Mühle zusammenzulegen und so eine Ausgangsbasis zu schaffen. Das Vorhaben scheiterte jedoch wegen wasserschutzrechtlicher Bestimmungen. Erst 1961 ist es dann gelungen, das jetzige Gelände zu erwerben und die Sportplätze und Gebäude Zug um Zug in Eigenleistung zu errichten.

  • 1955 u. folgende Jahre: Fußballerisch waren die 50er Jahre nicht sonderlich erfolgreich. Erst im Jahre 1957 stellte sich die Trendwende unter dem damaligen Trainer Walter Riehm ein. Es begann der kontinuierliche Aufstieg aus der C- Klasse bis in die 2. Amateurliga Württemberg im Jahre 1969.
  • In den ausgehenden 50er Jahren erwacht das Interesse an weiteren sportlichen Angeboten in der Bevölkerung und die SFG wandeln sich vom Fußball- zum Mehrspartenverein.
  • 1957 wird die Abteilung Turnen von Frau Geppert und Sebastian Herm aus der Taufe gehoben.
  • 1960: Offizielle Gründung der Abteilung Faustball. Abteilungsleiter wird Heinz Kühnle
  • 1967: Gründung der Tischtennisabteilung. Der Gründungsvorsitzende heißt Wilfried Martin.
  • In der am 6. Januar 1967 durchgeführten Hauptversammlung der Sportfreunde Gechingen wurde der Antrag eingebracht, eine Schützenabteilung unter dem Dach des SFG-Hauptvereines zu bilden. Diesem wurde am 23.Januar zugestimmt und so stand einer Gründungsversammlung (18. Februar 1967) der Sportschützenabteilung nichts mehr im Wege. Man fasste den Beschluss für den Anbau einer Schießhalle an das Sportheim für Luftgewehr und Luftpistole. Der Beschluss wurde  mit der Vergabe der Bauarbeiten am 19. Juni 1967 in die Tat umgesetzt. Im Rahmen eines Wanderpokalschießens der örtlichen Vereine, welches bis heute durchgeführt wird, fand am 16. September 1967, die Einweihung statt. Zum ersten Abteilungsleiter wurde Wilfried Dahlke gewählt.
  • 1973 startet die Abteilung Tennis mit Fritz Köderitz. Im darauffolgenden Jahr beginnt der Bau der ersten zwei Tennisplätze, die rechtzeitig zum Sommer spielfertig sind. Im Folgejahr entstehen das Tennisclubheim sowie die Flutlichtanlage und in 1975 werden die Plätze 3 & 4 dem Spielbetrieb übergeben.
  • 1975 wird der Fußball-Tennenplatz (Hartplatz) an der Weingartenstraße, oberhalb der Tennisplätze gebaut.
  • 1976 beginnen die Schwimmer, nachdem 1975 das Gechinger Hallenbad fertig gestellt wurde. Erster Abteilungsleiter ist Karl Mörk.
  • 1985 gründet Rolf Liefke die Abteilung Ju-Jutsu. Die Trainings- und Wettkampftage finden in der Schulturnhalle statt.
  • 1990 entsteht die Abteilung Badminton unter der Regie von Reinhold Birk. Im gleichen Jahr wird von Rolf Mutterer auch die Abteilung Volleyball aus der Taufe gehoben. Beide Abteilungen sind als Ergebnis zu der im selben Jahr eingeweihten neuen Sporthalle zu sehen.
    Ebenfalls 1990, finden die Sportschützen im Untergeschoß der neuen Sporthalle ihr neues Domizil. Bis dahin noch im Anbau des Vereinsheims untergebracht, haben sie in einem unbeschreiblichen Kraftakt von Eigenleistungen eine der modernsten Schießanlagen im weiten Umkreis erstellt und sind so zum Stützpunkt für den Württ. Schießsport geworden.
  • 1994 übergibt Heinz Schwarz nach 25-jähriger Tätigkeit das Amt des 1. Vorsitzenden an Axel Benz.
  • 1994 erfolgt der Umbau des Hartplatzes zu einem Rasenspielfeld; gleichzeitig wird der bisherige kleine Trainingsplatz zwischen oberem und unterem Sportplatz als spezielles Rasenspielfeld für Faust- und Volleyball hergestellt.
  • 1996 feiern die Sportfreunde groß ihr 75-jähriges Jubiläum. Das Jubiläumsjahr eröffnen die Schwimmer mit ihrer Feier zum 20-jährigen Bestehen. Am 27. April findet der offizielle Festakt zum 75er Jubiläum in der Festhalle statt bei vollem Haus. Als besonderer Höhepunkt des Abends, wird dabei Heinz Schwarz das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik verliehen, das er sich neben vielfältigen persönlichen Engagements im sozialen und öffentlichen Bereich auch für seinen jahrzehntelangen Einsatz für den Sport in Gechingen und im Umkreis erworben hat. Während des gesamten Jahres finden in diesem Jahr die verschiedensten Sonder-Sportveranstaltungen statt, getragen von sämtlichen Abteilungen. Den sportlichen Höhepunkt bildet ein Freundschaftsspiel am 21. Juli gegen die damalige Bundesligamannschaft der Stuttgarter Kickers, bei dem der Ball per Fallschirmspringer aufs Feld geflogen wurde. Die Festlichkeiten fanden ihren Abschluß bei einem Tanz- und Folkloreabend im großen Zelt am Sportplatz.
  • 1997/98 ist das Mitte der 60er Jahre entstandene Sportheim mit seinen Umkleideräumen an seine Grenzen gelangt. Eine Erweiterung und Grundrenovierung wird geplant und alsbald in Angriff genommen. Dem schließt sich die Tennisabteilung an, die vor gleichen Problemen steht. In einem außergewöhnlichen Kraftakt der Mitglieder und Vorstände aller Abteilungen, entstehen nach mehreren tausend Arbeitsstunden Eigenleistung das neu ausgebaute Sportheim mit seinen im Untergeschoß integrierten, modernen Sanitär- und Umkleideräumen für 4 Mannschaften sowie der Tennispavillon und das komplett umgestaltete Tennissanitärgebäude.
    Am 13. Dezember 1998 wird das umgebaute Sportheim seiner Bestimmung übergeben. Tennispavillon und Sanitärgebäude werden im Herbst 1999 zum 25-jährigen Bestehen der Abteilung offiziell eingeweiht.
  • 2000: Ein neues Jahrtausend beginnt und die Sportfreunde Gechingen sind mit ihren hervorragenden Sportplätzen und Einrichtungen aufs Beste gerüstet, um in den nächsten Jahren ein qualifiziertes Sportangebot anbieten zu können. Dazu gehören auch eine große Anzahl von ca. 80 Übungsleitern, die in unseren jetzt 11 Abteilungen tätig sind.
    Im Herbst des Jahres wird eine neue Abteilung Mountainbike unter der Regie von Thomas Täumler gegründet, die das sportliche Angebot um eine weitere Facette bereichert.
  • 2000 wird Katja Böttinger bei den Europameisterschaften der Junioren in Pilsen/Tschechien mit neuem Weltrekord von 598 Ringen (von 600 möglichen) Europameisterin im Kleinkaliber-Liegendschießen. Mit der Mannschaft gewinnt sie zusätzlich die Silbermedaille.
    Im Juli des Jahres 2000 wird die elfte Abteilung Mountainbike unter der Regie von Thomas Täumler gegründet, die das sportliche Angebot um eine weitere sehr moderne Facette bereichert. Die Abteilung wächst schnell.
  • 2001: Am 14. und 15. Juli wird im Rahmen des 10-jährigen Volleyball-Abteilungsjubiläums die Beachvolleyball-Anlage an der Sporthalle mit einem Fun- und Fleckenturnier eingeweiht.
  • 2001-2007 erlebt der Verein einen kontinuierlichen Mitgliederzuwachs (bis knapp 1.600). Insbesondere der Kinder- und Jugendbereich aller Abteilungen wächst sehr stark. Die Mannschaftsportarten haben zahlreiche Jugendteams.
  • 2004: Am 25. Oktober wird im Beisein von Bürgermeister Jens Häußler in der Erddeponie ein Mountainbike-Parcour offiziell seiner Bestimmung übergeben. Dank großzügiger Unterstützung der Gemeinde und dank der feinen Eigenleistung der noch jungen MTB-Abteilung konnte die Übungsstrecke in einjähriger Bauzeit fertig gestellt werden.
  • 2006: Im Rahmen des Action-Fun-Events am 16. Juli wird die Boule-Anlage offiziell in Betrieb genommen. Mehr als 20 Gäste spielen mit großem Interesse und mit viel Spaß Boule. Mit Boule oder Petanque wird das sportliche Angebot in Gechingen noch vielfältiger.
  • 2007: Bei den Europameisterschaften Mitte März in Frankreich wird die aus der Gechinger Fördergruppe hervorgegangene Beate Gauß mit der Mannschaft des Deutschen Schützen-bundes Europameisterin im Luftgewehrschießen
  • Die Fußballabteilung hat einschließlich der aktiven Herren- und Frauenmannschaften regelmäßig bis zu 18 Mannschaften im Spiel- und Trainingsbetrieb. Vor allem der Mädchen- und Frauenfußball ist im Aufwind. Die erste aktive Gechinger Frauenfußballmannschaft nimmt seit der Saison 2002/03 am Verbandsspielbetrieb (Kreisliga, später Bezirksliga) teil. Im Jahr 2007 gelingt mit Spielertrainerin Christine Bartel der Aufstieg in die Regionenliga. Dort spielt man zunächst sechs Jahre lang. Die Fußball-Herrenmannschaft schafft im selben Jahr mit Trainer Harald Hammer und vielen Eigengewächsen den Aufstieg in die Landesliga Württemberg, wo sie zwei Jahre lang spielt.
  • 2008: Nachdem die Sportplätze unter der starken Beanspruchung sehr leiden und hohe Unterhaltskosten verursachen, nimmt der Verein gemeinsam mit der Gemeinde Gechingen ein großes Umbau- und Erweiterungsprojekt in Angriff. Der obere Rasenplatz wird zum Kunstrasenplatz umgebaut und die Sportanlagen werden um ein Rasenkleinspielfeld mit Flutlichtanlage ergänzt. Am Projekt beteiligen sich viele Mitglieder durch Eigenleistung und im Rahmen einer groß angelegten Spendenaktion. Im Rahmen der Einweihungsfeier am 29. Juli 2009 wird Axel Benz für seine Verdienste für die Umsetzung der neuen Sportanlagen die Ehrennadel des Landes Baden Württemberg verliehen.
  • Im Rahmen der Hauptversammlung im März 2012 beendet Axel Benz nach 18 Jahren seine Tätigkeit als 1. Vorsitzender der Sportfreunde Gechingen. Es kann kein Nachfolger gefunden werden, so dass der Stellvertretende Vorsitzende Hagen Breitling und Schatzmeisterin Dagmar Angerbauer den Verein kommissarisch führen. Der Vorstand des Hauptvereins ist mit vier anstelle von sechs Personen unterbesetzt. Axel Benz wird zum Ehrenvorsitzendenernannt
  • Nachdem der alte MTB-Parcour aus liegenschaftlichen Gründen aufgegeben werden musste, wird am 21. April 2012 der neue Mountainbike-Dirtpark vor der Erddeponie in Richtung Althengstett seiner Bestimmung übergeben. Es ist der erste seiner Art im Landkreis. Viele Abteilungsmitglieder, die Gemeinde und private Spender haben dieses Projekt ermöglicht.
  • Eine außerordentliche Mitgliederversammlung fasst im Juli 2013 den Grundsatzbeschluss für den Umbau und die umfassende Sanierung des Sportheimes. Die Sanitärräume, die Heizungsanlage, die komplette Küche sowie die Gast- und Vereinsräume sollen in zwei Bauabschnitten zwischen 2013 und 2016 komplett saniert werden. Darüber hinaus soll der Gastronomiebetrieb neu ausgeschrieben werden
  • Im Jahr 2014 wird Beate Gauß vierfache Weltmeisterin im Schießen. Im selben Jahr erreichen mehrere Bogenschützen der SFG zahlreiche nationale Titel und Erfolge.
  • Die Hauptversammlung wählt im April 2015 für zunächst ein Jahr ein neues Vorstandsteam mit Hagen Breitling als 1. Vorsitzenden, Ruben Schwarz als Stellvertretendem Vorsitzenden und Dagmar Angerbauer (Finanzen), Jürgen Weber (Projektkoordinator), Joachim Glaser (Jugendleiter) und Benedikt Marquardt (Jugendsprecher).

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